Transformation-Blog

7. Dezember 2021

Fachartikel: Learning Power

Um mit den stark zunehmenden Veränderungen mitzukommen, wird Lernen zur Schlüsselqualifikation der Zukunft. In diesem Fachartikel «Learning Power» erfährst du, wie Lernen gelernt werden kann und wie du deine Lernfähigkeit steigern kannst.

1 Herausforderung Lernen

Der äussere Veränderungsdruck von Unternehmen steigt durch den rasanten Wandel in der Technologie (Digitalisierung) und den Kundenbedürfnissen stark an. VUCA (volatility, uncertainty, complexity, ambiguity) lässt grüssen.

Gleichzeitig gibt es einen natürlichen inneren Entwicklungszyklus der Organisation:

  • Pionierphase: Gründung, Innovation
  • Wachstumsphase: Skalierung, Standardisierung
  • Reifephase: Qualität, Differenzierung

Besonders kritisch sind dabei die Übergänge der einen Phase in die andere, weil dort bisherige Erfolgsmuster zurückgelassen und neue Muster gelernt werden müssen.

Der Veränderungsbedarf von Unternehmen nimmt stark zu. Nur Organisationen, welche im gleich hohen Tempo ihre Veränderungsfähigkeiten entwickeln können, sind langfristig überlebensfähig.

2 Der Lernprozess

Lernen ist die Anpassung an neue oder sich ändernde Umstände. Wer diesen Prozess beschleunigen kann, ist im Vorteil.

Wollen – Können – Handeln und X – T – O

Der Lern- und Entwicklungsprozess besteht aus den drei Phasen Wollen – Können – Handeln.
Mit den Prinzipien X – T – O aus dem Konzept «Accelerated Learning» (siehe unten) kann der Prozess
beschleunigt werden.

  • X – punktgenau: Das gewünschte Ergebnis, Verhalten oder Produkt so genau wie möglich definieren.
  • T – Breite und Tiefe: Zuerst die ganze Problemstellung in der Breite erkennen und dann in den kritischen Bereichen in die Tiefe stossen.
  • O – wiederholen: So viele Runden drehen, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist.

Insbesondere die Wiederholung ist zur Ausbildung von neuen Verhaltensmustern wichtig. Oder wie der Volksmund sagt: «Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.»

Accelerated Learning

Accelerated Learning baut auf dem natürlichen Lernverhalten des Menschen auf. Folgende Elemente fördern effektives Lernen und beschleunigen den Lernprozess:

  • Involvierung: Die Lernenden werden aktiv involviert, und es wird ihnen Verantwortung für das Lernen übertragen.
  • Zusammenarbeit: Die Lernenden arbeiten zusammen an Themen und tauschen sich über die erworbenen Kenntnisse aus.
  • Unterschiedliche Lernformen: Die individuellen Lernstile und Lerntypen der Lernenden werden durch unterschiedliche Lernformen angeregt.
  • Unterschiedliche Lernformen: Die individuellen Lernstile und Lerntypen der Lernenden werden durch unterschiedliche Lernformen angeregt.
  • Lernen im Kontext: Die Lernenden setzen ihr Wissen praktisch ein und lernen mittels Feedback und Reflexion.
  • Zielorientierung: Die Lernenden arbeiten auf ein konkretes Ergebnis hin.

Quellen:
Meier Dave (2000): The Accelerated Learning Handbook. McGrawHill.
Kaufman Josh (2013): The first 20 hours: How to learn anything. Portfolio. Penguin. 2013.

3 Lernen auf mehreren Ebenen

Durch die Verknüpfung von Theorien, Modellen, Methoden und Praxis erfolgt das Lernen gleichzeitig
auf drei Ebenen:

  • Persönliche Ebene (Ich): Lernen als Individuum: Was lerne ich für mich? Was lerne ich über mich?
  • Zusammenarbeitsebene (Wir): Lernen im Team: Was lernen wir von den anderen? Was lernen wir über den Prozess und unsere Zusammenarbeit?
  • Inhaltsebene (Sache): Lernen in der Organisation: Was lernen wir über die Anwendung der Themen in der eigenen Organisation? Was lernt die Organisation durch unsere Themen?

Bei Hürden oder Blockaden in der Entwicklung muss jeweils auf der entsprechenden Ebene (z. B. Ich: fehlende Motivation, Wir: ineffiziente Zusammenarbeit, Sache: Ergebnis unbefriedigend) interveniert werden.

4 Verbindung zu anderen Modellen

Die folgende Übersicht zeigt die Verbindung des Lernprozesses Wollen-Können-Handeln mit anderen bekannten Modellen:

  • Entwicklungsprozess: Der Entwicklungsprozess in 10 Schritten
  • Design-Thinking-Prozess: Der Design-Thinking-Prozess mit den beiden Doppeldiamanten
  • Lernstile: Die Lernsteile entlang der Lernphasen nach David A. Kolb (vgl. Kapitel 5)
  • Lernebenen: Die drei Lernebenen Ich, Wir, Sache

5 Lernstile

Lernen erfolgt in vier Phasen. Das jeweilige Verbinden von zwei Phasen führt zu vier Lernstilen: Entdecker, Denker, Entscheider und Macher. In der neuen Welt reicht das Beherrschen eines einzigen Lernstiles nicht mehr aus. Selbstverantwortliches und ganzheitliches Lernen über den vollständigen Lern- und Entwicklungsprozess hinweg setzt alle vier Lernstile voraus.

Mit folgenden Aktivitäten lassen sich Lernfähigkeiten gezielt entwickeln:

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